Groß Ziethen

Das märkische Straßendorf Groß Ziethen liegt in der Auenlandschaft des Glien. Die erste Erwähnung fand Groß Ziethen in der Urkunde vom 11. Nov. 1313, wo ein Nicolaus Pleban in Cyten als Mitglied des Kandelands (Vereinigung der Weltpriester) genannt wird. Dadurch wird zugleich angedeutet, dass in diesem Ort bereits eine Kirche bestand. Das Kirchendorf Groß Ziethen hat wahrscheinlich eine ältere Geschichte als die urkundliche Erwähnung belegt. Offenbar stammt der Ortsname nicht von dem märkischen Adelsgeschlecht derer von Ziethen, sondern von dem slawischen Wort "Zita", Wendisch= Getreide oder zu Deutsch "Grünfeld", her. Vom 14. bis 16. Jahrhundert waren verschiedene Schreibweisen gebräuchlich. Schon 1355 gelangte die Familie von Bredow erstmals in den Besitz des Dorfes. Neben den Bredows gab es bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche Besitzerwechsel.

Aus der frühen Geschichte des Ortes geht hervor, dass sich unweit des heutigen Schlosses eine alte Burg befunden hat. Die Entstehung dieser Burg datiert in das 13. Jahrhundert. Etwa 200 m von der alten Anlage entfernt wurde ein Renaissanceschloss errichtet, das während des Dreißigjährigen Krieges in Verfall geriet. Um 1718 erbaute die Familie von der Lütke auf den Resten des alten Anwesens ein Barockschloss. Den barocken Schlossbau ließ Ottonie von Massow 1898 beidseitig durch zwei zweiachsige, dreigeschossige Eckpavillons im neuklassizistischen Stil erweitern.

Gegenüber vom Schloss liegt die Dorfkirche. Am 5. April 1881 brannte die barocke Kirche vollständig aus. Von 1882 bis 1884 wurde ein Neubau in gotischer Form errichtet. Dabei fand man ein gut erhaltenes Gewölbe, die Grablege der Familie von Bredow. Ein Sarg wurde in das Märkische Museum Berlin überführt.

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