Sommerfeld

Wann Sommerfeld gegründet wurde? So genau ist das nicht bekannt. Vermutlich ist der Ort slawischen Ursprungs. Tonscherbenfunde und die Lage am Luch weisen darauf hin. Im Jahre 1242 wurde es erstmals als „Sommerfeldt“ im Zusammenhang mit dem Kloster Lehnin erwähnt. Wenige Jahre später, 1249, wird der Ort abermals unter der Bezeichnung "Sommerwelde", übersetzt bedeutet das "der Sonne zugewandtes Dorf", genannt. Seit dem Jahr 1318 gehört Sommerfeld zum Kloster Himmelpfort. Auf Grund der Nähe des Ortes zum Kremmener Damm, der die kürzeste Verbindung zwischen der Region und Berlin darstellte, wurde Sommerfeld häufig Schauplatz militärischer Auseinandersetzungen. 1541 wechselt der Ort in den Besitz der Familie von Trott zu Badingen. Im Jahre 1592, also genau 140 Jahren nach der ersten urkundlichen Erwähnung Sommerfelds, wird mit dem Bau der ersten Kirche begonnen. Im Dreißigjährigen Krieg (1618 - 1648) war der Ort durch mehrere Feldzüge und die damit verbundenen Plünderungen und Zerstörungen betroffen. Noch sehr viel schlimmer hat sich der Schwedenüberfall 1675 auf die Entwicklung von Sommerfeld ausgewirkt. Nach dem Abzug der Schweden war das Dorf vollständig zerstört und verlassen. In der Vergangenheit wurde der Ort auch durch mehrere Großbrände verwüstet.

Bei der Erneuerung der Straßen Kremmener Straße und der Dorfstraße wurde kürzlich ein Bohlenweg entdeckt, der vermutlich im 19. Jahrhundert gebaut wurde.

Bekannt ist Sommerfeld auch durch seine Akut- und Reha Klinik, die 1914 auf Initiative des Arztes Hellmuth Ulrici im Stil oberbayerischer Landhäuser errichtet wurde.

Zu Pfingsten 1913 fand der letzte Gottesdienst in der alten Kirche statt. Unmittelbar danach wurde mit dem Abriss und dem Neubau begonnen. Die neue Kirche ist als Putzbau errichtet. Im Inneren befindet sich ein spätgotischer Schnitzaltar mit gemalten Flügeln aus dem 16. Jahrhundert. Die Taufe ist aus dem 17. Jahrhundert.

Wappen

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