Beetz

Der Ort Beetz entwickelte sich aus einer Ansiedlung der Wenden, die vorwiegend Fischerei in den umliegenden Gewässern des Rhinluchs betrieben. Als ältester Siedlungsteil ist der Bereich an und um die Kirche anzusehen. Die ursprünglichen Gebäude des Dorfes waren schilf- und rohrgedeckte Blockhäuser. Die deutsche Besiedlung erfolgte vermutlich erst nach 1250. Erwähnung findet Beetz in einer Tauschurkunde aus dem Jahre 1270. Für den Ortsnamen von Beetz gab es mehrere Schreibweisen: 1397 Beitz, 1427 Becz und seit 1459 der noch heute gültige Name Beetz. Es wird angenommen, dass der in der Nähe des Dorfes liegende Beetzer See dem Ort den Namen gab.

Beetz ist ein Straßendorf mit teilweise ausgeprägtem Angerbereich. Die typische Ortsstruktur, bestehend aus dem alten Dorfkern im Bereich des Angers, der straßendorfartigen Erweiterung und der umgebenden Obstgartenzone, ist noch sehr gut erhalten. Das Dorf Beetz ist seit dem 13. Jahrhundert mit der Familie von Redern verbunden, denn sie waren es, die auf die Entwicklung des Dorfes einen großen Einfluss nahmen. Noch vor 1612 haben die von Redern drei Viertel ihres Besitzes an den Kurfürsten von Brandenburg verkauft und damit auch ihre Patronatsrechte. Im Jahre 1655 wurde der Besitz an die in Oranienburg residierende Kurfürstin Louise Henriette von Oranien- der Kurfürstin von Brandenburg- übertragen. Der vierte Teil des Dorfes ging durch Heirat 1835 in den Besitz eines Herrn von Quast über.

Die märkische Dorfkirche wurde 1723 als Fachwerkbau errichtet, nachdem die alte Kirche abgerissen wurde. Die Inneneinrichtung und Ausstattungen sind vorwiegend aus dem 18. Jahrhundert. Als Besonderheit ist der Taufengel bemerkenswert. Die Orgel ist von der Firma Lüthgemüller aus Berlin eingebaut worden.

Das Küsterhaus wurde 1730 errichtet und diente ab dem Jahre 1763 bis 1947 als Dorfschule.

In Beetz gab es zwei Windmühlen. Die erste, eine Windschnecke, wurde 1878 auf dem Sommerfelder Berg gebaut. Sie brannte 1882 ab. Die zweite Windmühle wurde 1931 an der Dorfstraße errichtet. Sie ist noch heute mit den Initialen R.W. und der Jahreszahl 1931 zu sehen.

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