Lindow (Mark)

Das Städtchen auf einer natürlichen Landzunge zwischen dem großen Gudelacksee, dem Wutzsee und dem Vielitzsee ist durch das ehemalige Kloster geprägt worden, das hier im 13. Jahrhundert gegründet wurde. Der Name des Ortes, ein ursprünglich wendisches Fischerdorf, entstammt dem Besitz der Grafen von Arnstein, die sich nach ihrer Übersiedelung in die Mark nach einer ihrer Besitzungen bei Dessau die Grafen zu Lindow nannten und das Kloster gründeten. Das Schicksal des Ortes war viele hundert Jahre vom Kloster geprägt. Eine erste urkundliche Erwähnung des Klosters gab es anno 1343. Im Jahre 1375 wurden Stadt und Kloster im Landbuch Karls des IV. erwähnt. Im Schutz des Klosters entstanden mehrere Ansiedlungen, aus denen sich später die Stadt Lindow entwickelte.

"Lindow ist so reizvoll wie sein Name. Zwischen drei Seen wächst es auf und alte Linden nehmen es unter ihren Schatten". Diesen viel zitierten Worten Theodor Fontanes kann man noch heute zustimmen.

Die Reiseroute der "Deutschen Tonstraße" führt uns zunächst einmal an einen der drei Lindow umgebenden Seen, den Wutzsee. Hier steht die Ruine des Klosters und beginnt zugleich die Geschichte der Stadt. Derzeit sind nur noch die Ruine und der Klosterfriedhof zu besichtigen. Ganz in der Nähe des Klosters findet man die alte Wassermühle. Das Gebäude brannte im Jahre 1846 nieder. Die Fassaden wurden jedoch im alten Stil wieder errichtet, die Mühle selbst aber wird nicht mehr durch die Wasserkraft des Mühlrades, sondern elektrisch betrieben.

Nur eine Viertelstunde gemütlicher Fußweg über die Lindower Hauptstraße und schon befindet man sich am Gudelacksee, der eine Größe von 438 Hektar hat und maximal 24 Meter tief ist. Er schließt eine große Insel, die Insel "Werder", und eine kleine davor gelagerte Insel ein.

Auf dem "Werder" befand sich eine Ziegelei, wo aber nicht nur Ziegel gebrannt, sondern später auch Gebrauchskeramik hergestellt wurde. Die Ziegelei wurde lange Zeit auf Rechnung des "Königlichen Amtes in Lindow" betrieben. Nach dem großen Brand von 1803 entstanden damals mehrere Ziegeleien vor dem "Granseer Tor", um den Wiederaufbau der Stadt Lindow so schnell wie möglich zu fördern.

Der dritte See der Stadt ist der Vielitzsee. Er ist südöstlich von Lindow gelegen und etwa fünf Kilometer lang. Die Seeufer bilden sanft abfallende Hänge, die zum beschaulichen Verweilen einladen.

Die Stadtkirche von Lindow wurde 1457 auf einem freien Platz am Ruppiner Tor erbaut. Bis zu dieser Zeit wurde die Klosterkirche für die Gottesdienste genutzt. Der Bau wurde notwendig, da die Klosterkirche nicht mehr genug Platz bot. Im Jahre 1746 wurde das ganze Gebäude ein Raub der Flammen, und erst 1755 konnte die Einweihung des neuen Hauses erfolgen. Seitdem hat die Kirche ihre jetzige Gestalt.

Lindow (Mark)

Tourist-Information der Stadt Lindow (Mark)
Am Marktplatz 1
16835 Lindow (Mark)

Fon: (33933) 7 02 97
Fax: (033933) 7 02 97

tourist-info.lindow(at)t-online.de

www.lindow-mark.de

Heimatmuseum
"Schau mal rein"

Mittelstraße 11
16835 Lindow

Fon: (033933) 71422

Öffnungszeiten
So. 8.00-12.00 Uhr
und nach Vereinbarung

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