Der Stechlin

Der Stechlin wurde nach dem besonders klaren Wasser benannt, der Name gehört zu slawisch steklo = Glas. Gewässernamen zu Glas gibt es auch in anderen slawischen Sprachen. Glasklar erscheint das Wasser des Stechlinsees uns heute noch.

Der See umfasst eine Fläche von 425 ha, und seine Uferlinie ist 12,5 km lang. Während die durchschnittliche Tiefe 22,8 m beträgt, misst seine tiefste Stelle 68 m; damit ist er auch einer der tiefsten Seen in Deutschland. Auffällig an der Umgrenzungsform des Großen Stechlinsees ist das nahezu völlige Fehlen eines sich deutlich abzeichnenden Hauptbeckens. Der See besteht gewissermaßen nur aus vier verschieden großen Buchten.

Es gab auch keinen nennenswerten oberirdischen Zu- bzw. Abfluss. Erst im 18. Jahrhundert, durch die Anlage des Polzow-Kanals, wurde der ursprünglich abflusslose See an das Gewässernetz angeschlossen. Im Stechlinsee lebt eine Vielzahl von Fischen, aber besonders typisch für den Stechlin ist die Kleine Maräne. Zum Gedeihen benötigt der Lachsfisch sauerstoffreiches und kühles Wasser. Die Fischer kennzeichnen den See fachlich auch als "Maränen-See".

In Fontanes "Wanderungen" spielt die Sage vom Roten Hahn eine wichtige Rolle. Nach dieser Sage sitzt unten auf dem Grunde des Stechlins ein Hahn und steigt herauf, wenn ein Fischer an ihm nicht genehmen Stellen fischt, "rot und zornig, und schlägt den See mit seinen Flügeln, bis es schäumt und wogt, und greift das Boot an und kreischt und kräht, dass es die ganze Menzer Forst durchhallt".

Schon seit 1938 ist die Landschaft um den Stechlin Naturschutzgebiet.

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