Neuglobsow

Der 21. Juni 1754 ist für die Entstehung von Neuglobsow von großer Bedeutung. An diesem Tag unterzeichnete der preußische König Friedrich II. einen Ansiedlungsvertrag, um die vor Jahrhunderten zerstörten Ländereien des einstigen Dorfes Dagow wieder urbar zu machen. Es wurde ein kleines Erbzinsgut etabliert und einige Tagelöhner angesiedelt. Zur gleichen Zeit entstand auch (Alt-) Globsow wieder neu, und zwar als Glashüttensiedlung. Die dortige Glashütte führte aufgrund ihres großen Holzbedarfes bereits nach 25 Jahren in ihrer unmittelbaren Umgebung zu einer derartigen Holzverknappung, dass 1779 der Betrieb tiefer in den Wald hinein verlegt werden musste. Das war die Geburtsstunde des Ortes Neuglobsow. Mit dem Bau der Öfen, Schuppen und Häuser wurde unverzüglich begonnen, Glasarbeiter zogen zu, Neuglobsow entstand. Der Ortskern wird noch heute geprägt durch die Glashüttenarbeiterhäuser mit ihrem Fachwerk und ihren Inschriftenbändern.

Ab 1905 entwickelte sich Neuglobsow als Fremdenverkehrsort. Geschichte, Sagenwelt und vor allem literarische Beschreibungen verhalfen dem Ort zu großer Bekanntheit. Auch der Schriftsteller Hans Fallada erzählt in seinem Buch "Damals bei uns daheim" von den Ferientagen, die er als Kind in Neuglobsow verlebte. "Es lag ein wenig abseits vom Stechlin; enge, fast verwachsene Waldwege führten zu ihm hin. Es war das Verlassenste, Einsamste, Schönste, was man sich nur denken konnte". Auch Theodor Fontane hat mit seinen "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" sicherlich zu der Entwicklung des Ortes zum Erholungsgebiet beigetragen. Bei vielen Lesern hat er die Neugier auf den Menzer Forst und den sagenumwobenen Stechlinsee geweckt. Fontane soll sich 1893 letztmals in Neuglobsow aufgehalten haben. Die älteste Gaststätte des Ortes, in der Fontane übernachtet hat, wurde nach ihm benannt.

Glasmuseum

Stechlinseestraße 21
16775 Stechlin OT Neuglobsow

Mai bis September:
Fr.-So.: 10-16. Uhr
idealerweise unter Voranmeldung
Fon: (033082) 51210

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