Fürstenberg/Havel

Das erste Mal wurde Fürstenberg 1278, in Zusammenhang mit einer Stiftung für die Kirche, und 1318 als Stadt erwähnt. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde das Fürstenberger Gebiet vom askanischen Markgrafen von Brandenburg in Besitz genommen. Er ließ eine Burg, die 1333 zum ersten Mal erwähnt wurde, als vorgeschobenen Stützpunkt errichten. In deren Schutz entstand eine deutsche Ansiedlung, die 1305 den Namen "Vorstenberge" und 1318 "Vorstenberch" erhielt. Die mittelniederdeutsche Form "vörste/ vürste" bedeutet nicht nur Fürst im heutigen Sinne, sondern allgemein Herrscher. Das älteste Bauwerk der Stadt ist die Wasserburg, sie war ursprünglich an allen Seiten von Wasser umgeben. Von den alten Gebäuden sind nur noch der Ostflügel an der Straße, der Südflügel und teilweise der Westflügel erhalten. Hier befinden sich heute das Heimatmuseum und das Stadtarchiv. Wenige Schritte von der Burg entfernt steht das Schloss, ein dreiflügeliger Barockbau mit Rokokodekor, das 1741-1752 nach Plänen des Baumeisters Christoph Julius Löwe erbaut wurde und der mecklenburgischen Herzogin Dorothea Sophia als Witwensitz diente.

Dem Schloss gegenüber befindet sich der Stadtpark, von dem aus Sie einen herrlichen Ausblick auf den Schwedtsee haben. Im Sommer finden hier verschiedene Veranstaltungen statt. Auf drei Inseln, zwischen Röblinsee, Baalensee und Schwedtsee gelegen, ist die Wasserstadt das Herz des "Fürstenberger Seenlandes" und das Tor zur "Mecklenburgischen Seenplatte". Durch ihre Lage war die Stadt nicht nur Schifferstadt, sondern auch Handelsstützpunkt und Umschlagplatz für Waren und Güter. Bis zum Bau der Schleuse 1836 war Fürstenberg/Havel bekannt für seine Buttermärkte.

Der letzte große Brand 1807 hat nicht nur große Teile der Stadt, sondern auch die mittelalterliche Feldsteinkirche völlig zerstört. Ca. 40 Jahre lang hatte Fürstenberg kein Gotteshaus. Die heutige 50 m hohe Stadtkirche wurde 1845-48 im neubyzantinischen Stil, aus gelbem Backstein, nach Plänen von Oberbaurat Buttel, einem Schüler Schinkels, erbaut. Mit dem Bau sollte das Stadtbild verändert werden und ein attraktiver Platz in der Stadt entstehen. Um das zu erreichen, ließen die Stadtväter die Kirche in falscher Ost-West Ausrichtung bauen. Der Altar steht deshalb im Westen und nicht im Osten. Sehenswert in der Kirche ist der große Batikteppich über dem Altar. Er ist der größte Europas und wurde von Christof Grüger 1963 als Meditationsteppich mit einer Gesamtlänge von 7 m geschaffen, dargestellt ist die Auferstehung Christi. Beeindruckend ist das Zusammenspiel mit dem, vom Kunstschmied Helmut Griese geschaffenen, Kruzifix. Teppich und Kreuz verschmelzen zu einem Gesamtkunstwerk mit der zentralen Aussage: "Der Tod ist verschlungen in den Sieg!" (1. Kor.15,55). Ein deutschlandweit einmaliges Freizeitangebot ist die Fahrrad-Draisine.

Touristinformation der Wasserstadt Fürstenberg/Havel

Markt 5
16798 Fürstenberg

Fon: (033093) 3 22 54
Fax: (03 30 93) 3 22 54

info(at)fuerstenberger-seenland.de

www.fuerstenberger-seenland.de

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