Blumenow

Die Lage von Blumenow mag Anlass für seine Namensgebung gewesen sein. Der 1309 als Blumenowe genannte Ort erstreckt sich entlang einer Wiesenniederung. Das mittelniederdeutsche ouwe = Aue wurde mit wasserreichem Land gleichgesetzt. Das älteste Herrenhaus war deshalb zum Schutz mit Wassergräben umgeben. Im 18. Jahrhundert wurde der Sitz zu einem Barockschlösschen umgebaut. Leider ist das Schloss 1946 Opfer eines Brandes geworden. Der Dorfkern von Blumenow hat sich dreimal grundlegend gewandelt. Bemerkenswert ist die Wandlung von einem Bauerndorf zu einem Gutsdorf. Im Dorfbild fallen daher viele eingeschossige Gutsarbeiterhäuser in rotem Backstein auf. Seit dem 17. Jahrhundert gehörte das Gut Blumenow der Familie von Oertzen.

Ein besonderes Kleinod ist die gegenüber dem Gutshof gelegene Kirche. Sie wurde im 14. Jahrhundert als gotischer Feldsteinbau errichtet. Um 1716 wurden An- und Umbauten durchgeführt. Der weithin sichtbare Kirchturm mit seiner vierseitigen welschen Haube und einer achtseitigen Laterne wurde erst 1912 gestaltet. Das Kircheninnere besitzt eine für märkische Verhältnisse reiche Ausstattung aus dem 18. Jahrhundert. Im Mittelpunkt steht am Ostgiebel ein mehrgeschossiger Schnitzaltar in Renaissanceformen. Links davon, an der Nordwand, steht ein wuchtiges barockes Pastorengestühl. Daneben befindet sich die gleichfalls barocke Kanzel mit bemalten Brüstungsfeldern. Ebenfalls mit bildlichen Darstellungen versehen ist die Brüstung der Westempore. Bemerkenswert ist, dass die gesamte Farbgestaltung des 18. Jahrhunderts original - ohne Übermalungen und Restaurierungen - erhalten geblieben ist. Wollen Sie die Kirche besichtigen? Im Pfarrhaus gibt es Informationen.

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