Tornow

Der Ort ist an der Landstraße zwischen Zehdenick und Fürstenberg entstanden. Von der Frühzeit bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts, war die durch Tornow führende alte Handelsstraße von großer Bedeutung. Ursprünglich war der Ort, bis 1946 war hier die Grenze zwischen Mecklenburg und Brandenburg, sogar eine Stadtanlage. Tornow wurde im Jahre 1348 erstmals urkundlich erwähnt. Im Mittelalter wurde ein Rittersitz gegründet, weil hier ein Übergang durch die feuchtsumpfigen Wiesen und dem Tornower Fließ möglich war.

Das Gut Tornow gehörte über Jahrhunderte der Familie von Buch. Das heutige Schloss wurde um 1880 an der Stelle des 1553 errichteten Rittersitzes in historisierendem Stil erbaut. Es handelt sich hier um einen zweigeschossigen rot-gelben Ziegelbau. Nach einem Brand von 1917 wurde das Schloss 1922 neu errichtet. 1994 wurde das Schloss vom Ökowerk e.V. als ökologische Bildungsstätte ausgebaut.

In der Nähe des Schlosses steht die Dorfkirche von Tornow. Die Kirche, ein rechteckiger Feldsteinbau mit gleich breitem Westturm aus dem späten 13. Jahrhundert, ist eine architektonische Besonderheit. Bei der neugotischen Rekonstruktion 1837 bis 1838 wurde das Schiff um 7 m verkürzt. Gleichzeitig wurden alle Fenster verändert, das Innere neu ausgestattet und der obere Teil des Turmes aus roten Ziegeln neu errichtet. Dieser quadratische Turmaufsatz weist eine große Ähnlichkeit zu den Türmen der Friedrichswerderschen Kirche in Berlin auf. Der Architekt des Kirchenumbaus hat diesen ganz im Geist des bedeutendsten preußischen Baumeisters des 19. Jahrhunderts, K. F. Schinkel, ausgeführt.

Die landschaftlich schöne Lage von Tornow, in der Nähe des Wentowsees, spricht für einen Besuch der Region.

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