Marienthal

Am Großen Wentowsee gelegen, wird der Ort 1755 erstmals erwähnt. Das Gebiet wurde jedoch lange Zeit vorher, seit 1574, "Judenlacke", später "Jägerlacke" genannt. Überlieferungen besagen, Marienthal sei folgenderweise zu seinem heutigen Ortsnamen gekommen: Der alte Fritz kam auf einer Inspektionsreise durch den noch namenlosen Ort. Er fragte ein kleines Mädchen nach seinem Namen, "Marie", war die Antwort. Der Ort wurde fortan nach der kleinen Marie - Marienthal - genannt.

Seit 1732 verbindet der Wentowkanal die Havel bei Burgwall mit dem südöstlichen Großen Wentowsee. Der Kanalbau sowie auch der Bau der Schleuse Marienthal im Jahre 1860 dienten der Holzabschiffung. Im Ort werden noch heute durch den Schifferverein alte Schiffertraditionen gepflegt. Die Umgebung von Marienthal wurde von der Tonstichlandschaft geprägt. Zusammen mit dem Wentowsee sorgen die Tonstiche für den Wasserreichtum dieser als Naherholungsgebiet gern genutzten Gegend. Beim Bau des Wentowkanals stieß man bereits 1873 auf Tonvorkommen, und es entstand noch im selben Jahr eine Ziegelei am Kanal.

Wer mit Begeisterung spazieren geht bzw. wandert, oder einen Ausflug nach Burgwall plant, lässt sein Auto auf dem Parkplatz an der Dorfstraße stehen und erreicht nach kurzer Zeit die 1860 erbaute Schleuse Marienthal. Rechts und links auf etwa halber Wegstrecke sieht man kleinere alte Tonrestlöcher, und links hat man kurze Zeit später einen Ausblick über das Tonabbaugebiet Trottheide, ein teilweise mit Wasser verfülltes Tonrestloch, der Tonabbau wurde eingestellt.

Bei Ihrer Ortsdurchquerung sollten Sie es nicht versäumen, an der kleinen denkmalgeschützten Fachwerkkirche aus dem Jahre 1782 anzuhalten. 1785 wurde westlich ein Küsterhaus angebaut. Die Glocke ist ein Original aus dem Jahre 1734. Ein Spaziergang durch das Naturschutzgebiet entlang des Wentowsees ist zu empfehlen.

Wappen

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