Kreuzbruch

Am 16. Juni 1717 ließ König Friedrich Wilhelm I. der Kurmärkischen Kriegs- und Domänenkammer verfügen, dass das Kreuzbruch urbar gemacht und in Wiesen verwandelt würde. Anfang 1718 kamen die ersten Siedler. Sie erhielten das Recht zum Bauen. Erbpachtkontrakte regelten die Übernahme der Grundstücke. 1720 wurde Kreuzbruch angelegt und nannte sich von 1801 bis 1857 eine Holländer-Kolonie-Domäne. Der Ort ist noch heute eine der seltenen märkischen Streuhofsiedlungen. 1860 wird aus Kreuzbruch ein Koloniedorf. In den Jahren 1876/77 wurden die Kirche und eine Schule gebaut. Durch seine umfangreichen Waldgebiete und den Oder-Havel-Kanal besitzt Kreuzbruch große Anziehungskraft für den Erholungssuchenden.

Die ersten Überlegungen zur Verbindung von Havel und Oder durch einen Kanal stammt aus dem Jahre 1540. Initiator war Kurfürst Joachim II., doch verschiedene Gründe, wahrscheinlich auch technische, ließen das Projekt vorzeitig scheitern. Nach dem ersten Schlesischen Krieg wurde 1742 von König Friedrich II. der Bau des Finowkanals angewiesen. 1746 war der Kanal dann soweit fertig, dass er befahrbar war. Zur Jahrhundertwende war die Maximalauslastung des Kanals erreicht. Ein neuer Verbindungsweg musste geschaffen werden. Von 1906 bis 1914 wurde an dem Großschifffahrtsweg gearbeitet. Höhepunkt des Kanalbaues war das 1934 vollendete Schiffshebewerk bei Niederfinow. Ein einzigartiges technisches Meisterwerk, dessen Höhenrekord (36m) erst 1976 eingestellt worden ist.

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.Mehr zum DatenschutzAkzeptierenImpressum