Zühlsdorf

Zühlsdorf wird im Landbuch von Karl IV. 1375 das erste Mal erwähnt. Das schmale Straßendorf ist umsäumt von Wäldern. Vom 17. Jahrhundert an schwelten in dem Dorf Teeröfen und klapperten Wassermühlen, sowohl als Säge- als auch Getreidemühlen. Ein Zeugnis aus vergangener Zeit ist zum Beispiel die alte Sägemühle in der Mühlenstraße. Der traditionelle Familienbetrieb lieferte eine Menge Bauholz für neue Siedlungen und Wochenendhäuser. Noch heute ist dieser Siedlungscharakter des Ortes mit vielen waldnahen idyllischen Grundstücken nachzuspüren. Die Schönheiten und die Ruhe der Natur lockten Prominente wie den Schriftsteller Carl Zuckmayer und andere an diesen Ort. Die malerisch gelegenen Seen, der Rahmer- und der Lubowsee erhöhen die Attraktivität des Ortes.

Als mit dem Bau der Eisenbahn zu Beginn des letzten Jahrhunderts die „Heidekrautbahn“ ihren Betrieb aufnahm, entdeckten auch die Berliner jwd - janz weit draußen- die Sommerfrische für sich. So wurde Zühlsdorf um 1930 ein beliebter Ausflugsort und nahm einen wirtschaftlichen Aufschwung durch Fremdenzimmer und neue Gasthäuser, aber auch das Baugewerbe blühte auf.

Längst hat man heute wiederentdeckt, dass das Landleben Charme hat, und so wich in den letzten Jahren manches Wochenenddomizil einem Wohnhaus. Dennoch hat sich Zühlsdorf seinen Stil als typisch brandenburgischer Ort erhalten. Im Zühlsdorfer Raum haben das Briesetal und das Tegeler Fließ ihren Ursprung. An der Dorfstraße können Sie neben der Kirche ein Naturdenkmal entdecken, einen Findlingsblock, der 1925 als Zeuge des nordischen Inlandeises auf einem nahen Feld gefunden wurde. Seit 2004 ist Zühlsdorf Ortsteil der Gemeinde Mühlenbecker Land und zählt heute rund 3000 Einwohner.

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