Schildow

Die Gemarkung Schildow, entstanden aus zurückfließendem Schmelzwasser der letzten Zwischeneiszeit, ist gekennzeichnet vom Tegeler- und Kindelfließ, von Feldern, Wiesen und Wäldern. Schildow, heute der Gemeinde Mühlenbecker Land zugehörig, wurde 1375 das erste Mal urkundlich erwähnt und gehörte einstmals zu den Lehniner Klosterdörfern. Ende des 14. und im 15. Jahrhundert kam eine Zeit des wirtschaftlichen Niederganges. Nach der Reformation, Schildow wurde kurfürstliches Amtsdorf, ging es wieder aufwärts. Bis zum Jahre 1900 wurde der Ort eine echte Bauerngemeinde. Nachdem Schildow 1901 durch die Heidekrautbahn aus Berlin näher an die Hauptstadt heranrückte, wandelte sich der Ort von einem Bauerndorf zu einer Stadtrandsiedlung. 1905 gab es 422 Schildower, während man 1938 bereits 2.503 Einwohner zählte.

Mit dem Bau der Berliner Mauer wurde auch in Schildow ein Teil der Ländereien dem allgemeinen Zugang entzogen. Wachtürme trotzten, wo einst Pferdekoppeln oder Felder waren, und im Ort selbst wurden viele Angehörige der Grenztruppen stationiert.

Heute ist Schildow längst aus seinem Dornröschenschlaf erwacht und es hat sich in den letzten 25 Jahren eine stabile Infrastruktur entwickelt; Voraussetzung wiederum für einen stetigen Einwohnerzuwachs. Mit 6300 Einwohnern ist Schildow der größte Ortsteil der Gemeinde Mühlenbecker Land. So hat sich eine bunte und engagierte Bürgerschaft gebildet, die rege und phantasievoll das Leben im Ort mitgestaltet.

Im Sommer und an den Wochenenden kann man bei einem Spaziergang die verborgenen Schönheiten von Flora und Fauna im Fließtal entdecken. Eine Wegweisung finden Sie an der Dorfaue.

Die erste Kirchengründung lag vermutlich vor der Reformation. Die heutige Kirche wurde 1896/97 aus rotem Backstein als Sichtziegelbau errichtet. Im Inneren befindet sich eine Orgel der Firma Sauer.

Keramikatelier
Györgyi Köller

Hauptstraße 14
16552 Schildow

nach tel. Absprache
Fon: (033056) 80937

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