Die Tonziegel

Geschichte der Ziegelproduktion

Von alters her wurden Ziegel in frei aufgeschichteten Haufen gebrannt. Die Rohziegel wurden dazu abwechselnd mit Holz aufgeschichtet und wie ein Meiler angezündet. Die Ziegel waren aber ungleichmäßig, da die Brenntemperatur im Inneren des Meilers höher als am Rande war. Um 1800 kamen nach oben offene Feldbrandöfen auf, bei denen alle Kammern gleichzeitig beschickt, gebrannt und entleert wurden. 1820 wurde er zum geschlossenen Ziegelbrennofen weiterentwickelt. Der Verbrauch von Brennstoff war sehr hoch und die Qualität der Ziegel konnte nicht beeinflusst werden.

Erst Hoffmanns Patent auf den Ringofen ermöglichte das kontinuierliche und kontrollierte Brennen der Ziegel.

Funktionsprinzip des Ringofens

Der Ringofen nach Hoffmann hat um den Schornstein 10 bis 16 Brennkammern im Kreis oder Oval angeordnet. Bis auf die Kammer, in der die Luft zur Verbrennung eintritt, sind alle anderen Kammern zugemauert. Die Kammern werden von oben mit Kohle beschickt. Die Luft strömt von der offenen Kammer über die eigentliche Brennzone zur Rauchabzugsöffnung. Die Brennzone wandert in Richtung der strömenden Luft kontinuierlich über mehrere Tage durch die einzelnen Kammern und brennt das Ziegelmaterial nacheinander. Aus der bereits abgekühlten Kammer werden die fertig gebrannten Ziegel entnommen und durch getrocknete, ungebrannte ausgetauscht.

Die heute noch vorhandenen Ringöfen sind technische Denkmale, da sie durch technisch modernere Tunnelöfen abgelöst wurden.

Friedrich Eduard Hoffmann
(1818 – 1900)

Hoffmann konstruierte als Erster einen Ringofen, der ununterbrochen in Betrieb sein konnte. 1859 erhielt er das Patent für seine Erfindung. Der erste Ringofen wurde im Jahre 1859 in Schwolin bei Stettin errichtet. In den nächsten Jahren setzte sich das Konstruktionsprinzip rasch durch, sodass 1870 bereits 1000 solcher Öfen existierten.

Ringofen Aufsicht

Ringofen Aufsicht

Ringofen Querschnitt

Ringofen Querschnitt